Medinah Lighting Guidelines

Die strahlende Stadt – Medina

In einer Stadt, deren Name bereits „Die strahlende Stadt“ bedeutet, ist Licht mehr als reine Beleuchtung – es ist Teil ihrer Identität.

„Ich freue mich, mitteilen zu können, dass die Madinah Urban Lighting Guidelines – die Richtlinien für die städtische Beleuchtung von Madinah – nun offiziell von der Regionalverwaltung von Madinah veröffentlicht wurden.

Im vergangenen Jahr war es für Ruairí O’Brien Lighting Design eine besondere Ehre, die Entwicklung dieser Richtlinien federführend zu begleiten. Dabei arbeiteten wir eng mit NAMAA Consult, der Regionalverwaltung von Madinah und zahlreichen engagierten Kolleginnen und Kollegen zusammen, deren Fachwissen, Einsatz und gemeinsame Vision entscheidend zur Umsetzung dieses Projekts beigetragen haben.

Al-Madinah Al-Munawwarah – die strahlende Stadt – ist für Millionen Menschen weltweit von tiefer spiritueller Bedeutung. Beleuchtungsrichtlinien für eine der bedeutendsten religiösen Städte der Welt zu entwickeln, war daher weit mehr als eine technische Aufgabe. Es war die Möglichkeit, eine Vision dafür zu gestalten, wie Licht die Identität einer Stadt stärken, ihr kulturelles Erbe würdigen, das Wohlbefinden fördern und ihren nächtlichen Charakter prägen kann.

Die Richtlinien schaffen einen langfristigen Rahmen für die architektonische und städtebauliche Beleuchtung. Sie fördern eine nachhaltige, menschenorientierte und qualitativ hochwertige Gestaltung im gesamten Stadtgebiet von Madinah. Ihr Ziel ist es, Kommunen, Investoren, Architektinnen und Architekten, Projektentwickler sowie die Bürgerinnen und Bürger dazu anzuregen, Licht nicht nur als Beleuchtung zu verstehen, sondern als wesentlichen Bestandteil von Architektur, öffentlichen Räumen und urbanem Leben.

Jeder Stadtteil, jedes Viertel, jede Straße und jedes Wahrzeichen besitzt eine eigene Identität. Durch durchdachte Beleuchtungsstrategien kann die Stadt bei Nacht schöner, übersichtlicher, einladender und umweltverträglicher werden. So wird das nächtliche Stadterlebnis für die Bewohnerinnen und Bewohner, Besucher sowie die Millionen Pilger, die Madinah jedes Jahr besuchen, nachhaltig bereichert.

Mein herzlicher Dank gilt der Regionalverwaltung von Madinah für ihr Vertrauen, ihre Vision und ihr kontinuierliches Engagement während des gesamten Projekts. Ebenso möchte ich dem gesamten Team von NAMAA Consult für die hochprofessionelle, inspirierende und partnerschaftliche Zusammenarbeit danken. Projekte dieser Größenordnung lassen sich nur durch eine gemeinsame Vision, gegenseitigen Respekt und den Einsatz vieler talentierter Menschen verwirklichen.

Wir hoffen, dass diese Richtlinien zukünftige Projekte inspirieren, höchste Ansprüche an die Lichtgestaltung fördern und dazu beitragen, dass Madinah international zu einem Maßstab für architektonische und städtebauliche Beleuchtung wird. Sie sollen zeigen, wie Licht Kultur bereichern, Identität stärken und die Lebensqualität über Generationen hinweg verbessern kann.

Jede große Stadt verdient ihre eigene Sprache des Lichts.

Es war eine Ehre für unser Studio, zur Entwicklung der nächtlichen Identität der strahlenden Stadt beizutragen.“

Ruairí O’Brien, August 2026

Marktplatz „Alte Baumwolle“ Flöha, Tag-und-Nacht Lichtkonzept

Marktplatz „Alte Baumwolle“ Flöha, Tag-und-Nacht Lichtkonzept

Architektur, Licht und Raumkunst für Flöhas neue Mitte

Die „Alte Baumwolle“ hat Flöhas Entwicklung zur Stadt maßgeblich geprägt. Heute wird die ehemalige Baumwollspinnerei zu ihrem neuen Zentrum. Nach zwei Jahrzehnten des Verfalls entsteht zwischen herausragender Industriearchitektur und neuen öffentlichen Räumen ein Marktplatz mit unverwechselbarer Identität. Unser Tag-und-Nacht-Lichtkonzept begleitet diese Transformation und verbindet das historische Erbe mit dem heutigen städtischen Leben.

Der Entwurf folgt unserem Dreiklang aus Architektur, Licht und Raumkunst. Wir betrachten Gebäude, Freiraum und Beleuchtung in ihrem räumlichen Zusammenhang: Licht macht Materialien und Strukturen sichtbar, schafft Orientierung und setzt die einzelnen Elemente des Platzes zueinander in Beziehung. Präzise Lichtplanung bildet die Grundlage; künstlerische Interventionen bereichern sie um sinnliche und poetische Erfahrungen. So entwickelt sich der Marktplatz zu einem urbanen räumlichen Gesamtkunstwerk, das im Alltag selbstverständlich nutzbar bleibt.

Vier aufeinander abgestimmte Ebenen prägen die Gestaltung. Individuell entworfene Lichtmasten sorgen für eine präzise, normgerechte Beleuchtung, betonen die Textur des historischen Kopfsteinpflasters und geben dem Platz Rhythmus und Tiefe. Als eigens für diesen Ort entwickelte Gestaltungselemente tragen sie auch bei Tag zu seiner Identität bei. Eine gezielte Lichtlenkung hält die funktionale Beleuchtung von Fassaden, Fenstern und Pflanzflächen fern.

Mit dem Übergang vom Abend zur Nacht verbinden wechselnde Lichtszenarien den Marktplatz mit den umliegenden Fabrikgebäuden zu einem zusammenhängenden Stadtraum. Die Beleuchtung der Wasser- und Sitzbereiche schafft Orte der Begegnung und lädt zum Verweilen ein. Kleine lichtkünstlerische Akzente ergänzen die räumliche Komposition um überraschende und poetische Momente.

Bei Tag wird das Sonnenlicht selbst zum Gestaltungsmittel. Reflexion, Transmission und Farbe erzeugen wechselnde Lichtmuster auf den horizontalen und vertikalen Flächen des Platzes. Sie wandern mit dem Sonnenstand, verschwinden und kehren im Wechsel der Jahreszeiten wieder. Architektur und Freiraum werden so immer wieder neu wahrnehmbar.

Die Beleuchtung des neuen Restaurants inmitten des Marktplatz-Areals wird die Gesamtkomposition vervollständigen. Alt und Neu, Gebäude und öffentlicher Raum, Tag und Nacht werden durch Licht miteinander verbunden.

Unser Ansatz des „Contemporary Heritage“ beginnt mit dem Erhalten und Wiederbeleben bestehender Gebäude und Räume. Zeitgenössische Gestaltung führt das historische Erbe weiter und erschließt neue Nutzungen. In Flöha unterstützt Licht diesen Wandel, indem es den Marktplatz ganzjährig zu einem einladenden Ort macht, an dem Menschen sich sicher fühlen.

Dabei gilt: Licht dort, wo es gebraucht wird, Dunkelheit dort, wo sie erhalten bleiben soll. Präzise Optiken schützen Wohnungen vor störendem Lichteinfall; bepflanzte Bereiche bleiben als Rückzugsräume für Insekten und andere Tiere dunkel. Die Beleuchtung folgt der Nutzung: von 100 % am frühen Abend über 75 % am späten Abend bis auf 25 % in der späten Nacht, wenn auch die Inszenierungsbeleuchtung ausgeschaltet wird.

Nachhaltigkeit zeigt sich ebenso in der Beziehung der Menschen zu ihrem Umfeld. Ein Marktplatz, der zum „Wohnzimmer“ der Stadt wird – zum Treffen, Spielen, Sitzen und Reden –, gewinnt bleibenden Wert. Architektur, Licht und Raumkunst tragen gemeinsam dazu bei, einen öffentlichen Raum zu schaffen, den Menschen gerne nutzen, mit Leben füllen und wertschätzen.

Fotos: Peter Fischer

Inwertsetzung des Luther-Denkmals in Berlin

Inwertsetzung des Luther-Denkmals in Berlin

durch das Zusammenspiel von Architektur, Licht, Kunst

Vorschlag im Verhandlungsverfahren Denkmäler, Gedenkstätten, Auslober: GRÜN BERLIN GmbH

Künsterisches Konzept

Dieser Entwurf basiert auf der Überzeugung, dass ausdrucksstarke öffentliche Räume nicht viele Elemente benötigen.

Anstatt Luther über das Volk zu erheben, bringt das Denkmal ihn auf Bodenhöhe zurück und stellt so eine direkte menschliche Beziehung wieder her. Die Skulptur ist Teil des Alltags und regt eher zum Nachdenken als zur Ehrfurcht an. Es gibt keine monumentalen Barrieren, keine Steinsitzbänke, Mauern oder physische Hindernisse, die die Figur von der öffentlichen Straße trennen. Stattdessen drückt der Entwurf die Idee der Volksnähe aus – Luther inmitten des Volkes.

Die Gestaltung besteht aus vier Elementen:

  • Luther
  • Der Boden
  • Ein Lichtmast
  • Ein Informationspunkt

Vom Denkmal gehen konzentrische Kreise aus, die den anhaltenden Einfluss von Luthers Ideen zum Ausdruck bringen. Sie stehen für die Ausbreitung seines revolutionären Denkens nach außen – vom Einzelnen zur Gesellschaft, vom Lokalen zum Globalen. Die schwarz-weißen Steinkreise suggerieren eine pulsierende Energie, die von Luthers revolutionärer Persönlichkeit und jenem historischen Moment ausgeht und bis heute sowie in die Zukunft nachhallt.

Licht wird präzise und zurückhaltend eingesetzt. Eine einzige Leuchte beleuchtet Luthers Gesicht und das aufgeschlagene Buch und lenkt die Aufmerksamkeit auf den Moment des Lesens. Sie symbolisiert das Licht der Reformation – die Erleuchtung durch Wissen, Sprache und individuelles Denken. Hier wird Licht mehr als nur Beleuchtung; es wird zum Medium, durch das eine Idee über die Zeit hinweg weiterhin gehört und gesehen wird.

Der beleuchtete Informationspunkt vermittelt historische Einblicke durch Texte und QR-Codes, die Zugang zu weiteren digitalen Inhalten bieten. Sein dichroitisches Glas verändert sich ständig je nach Tageslicht, Wetter und den Bewegungen des Betrachters, während es nach Einbruch der Dunkelheit zu einem stillen Leuchtpunkt auf dem Platz wird. Das Denkmal ist somit niemals statisch, sondern wird durch die wechselnden Eigenschaften von natürlichem und künstlichem Licht sowie durch die Bewegungen des Betrachters ständig neu belebt.

Das Ergebnis ist ein Ort der Besinnung, der historisches Gespür vermittelt, räumliche Ruhe ausstrahlt und unverkennbar zeitgenössisch ist – ein zurückhaltender Eingriff, bei dem Architektur, Kunst und Licht zusammenwirken, um Geschichte präsent und zugänglich zu machen.

Hier klicken, um den Inhalt von youtu.be anzuzeigen.

Welcome Elements – Thermalbad Wiesenbad

Lichtskulptur und Begrüßungstafeln für Thermalbad Wiesenbad

Architektonische Stadtmarketing- und Orientierungselemente für den Kurort

Für den bekannten sächsichen Kurort Thermalbad Wiesenbad haben wir ein zusammenhängendes individuelles Begrüßungs- und Leitsystem entwickelt, das Orientierung, Wiedererkennbarkeit und Willkommenskultur im öffentlichen Raum vereint. Ziel ist eine klare, hochwertige Ansprache aller Ankommenden sowie eine positive, freundliche Verabschiedung der Ausfahrenden.

An allen Ortseingängen sind rund drei Meter hohe Begrüßungstafeln vorgesehen. In einer modernen, reduzierten Formsprache markieren sie die Übergänge in den Ort und aus ihm heraus. Klare Typographie, hochwertige Materialien und eine individuelle Ansprache schaffen Vertrauen, Orientierung und einen ersten positiven Eindruck.

Ergänzt wird das System durch eine 4m hohe künstlerisch-architektonische Lichtskulptur als zentrale Landmarke im Kreisverkehr. Sie übersetzt das Signet des Thermalbades in eine zeitgemäße dreidimensionale Form und verbindet regionale Herkunft, die Kraft der Quellen und die Kurtradition zu einem klar lesbaren Symbol. Ihre perforierte Metallstruktur und die integrierte Lichtgestaltung sorgen für eine hohe Präsenz bei Tag und eine starke Fernwirkung bei Nacht. Als visuelles Leitelement strukturiert sie den Raum, lenkt Blickachsen und unterstützt die intuitive Orientierung an einem wichtigen Verkehrsknotenpunkt.

Skulptur und Begrüßungstafeln bilden gemeinsam ein konsistentes Stadtmarketing- und Orientierungselement. Sie übersetzen die Identität des Kurortes in eine zeitgemäße Gestaltungssprache, stärken die Wahrnehmung im Stadtraum und prägen das Image von Thermalbad Wiesenbad, das klar, einladend und nachhaltig im Gedächtnis bleibt.

Handlungsleitfaden zur Optimierung gewerblicher Außenbeleuchtung

Handlungsleitfaden zur Optimierung gewerblicher Außenbeleuchtung

Unsere Lichtplanung für eine Dark Sky

Nachhaltige und umweltfreundliche Außenbeleuchtung für Gewerbe- und Industriegebiete bietet großes Potenzial. Unser Leitfaden zur Optimierung gewerblicher Beleuchtung reduziert Lichtverschmutzung – bei gleichbleibender Sicherheit und Effizienz.

Grundlage ist eine von Ruairí O’Brien im Auftrag des Landesamtes für Umwelt Brandenburg erarbeitete Studie im Industriepark Premnitz, gelegen im Natur- und Sternenpark Westhavelland (ca. 70 km westlich von Berlin). Die Region wurde 2014 als Deutschlands erster Sternenpark ausgezeichnet und setzt sich für den Erhalt natürlicher Nachtlandschaften durch verantwortungsvolle Beleuchtung ein. In Zusammenarbeit mit zwei lokalen Unternehmen wurden die hier vorgestellten Maßnahmen erarbeitet, die als Vorbild für andere Standorte dienen.

Kernmassnahmen:

  • Zielgerichtete Beleuchtung (nur wo nötig)
  • Optimierte Lichtverteilung (minimierte Streuverluste)
  • Abschirmungen gegen Streulicht
  • Reduzierte Reflexion (durch dunklere Oberflächen)

Vorteile:

  • Umweltschutz (Natur, Nacht und Klima)
  • Kostensenkung (geringerer Energieverbrauch)

Der Leitfaden hat Modellcharakter und eignet sich für Gewerbe- und Industriegebiete.

Gestaltungsleitfaden Kloster Lehnin

23.08.2024

Gestaltungsleitfaden Kloster Lehnin

Kloster Lehnin ist eine Gemeinde in Brandenburg, etwa eine Stunde von der Berliner Innenstadt entfernt. Der Ortsteil Lehnin verdankt seine Entstehung dem ehemaligen Zisterzienserkloster, dem ältesten Kloster der Mark Brandenburg, das 1180 gegründet wurde und während der Reformation 1542 säkularisiert wurde. Seit 1911 beherbergt es das Luise-Henrietten-Stift, ein evangelisches Diakonissenhaus.

Unsere Aufgabe ist es, für das Stadtplanungsamt einen Gestaltungsleitfaden zu erstellen, der die zukünftige Entwicklung der angrenzenden Gebäude, Häuser und Betriebe in der Kleinstadt Lehnin im Einklang mit dem denkmalgeschützten Stiftsensemble steuern soll. Dabei soll das baukulturelle Erbe bewahrt und gleichzeitig die Nutzung zeitgemäßer Technologien, wie beispielsweise die Integration von Photovoltaik, ermöglicht werden. Ein zentrales Thema ist die sensible Positionierung und Installation von Solarmodulen in der historischen Dachlandschaft sowie die Erhaltung des besonderen Straßencharakters von Lehnin, einschließlich des Schutzes und der Anpassung der Vegetation im Ortsbild im Hinblick auf klimatische Veränderungen.

Wir führen die notwendigen Erfassungen und Begehungen vor Ort durch und stimmen uns mit Fachbehörden ab. Darüber hinaus begleiten wir die Gemeinde bei der Umsetzung des Verfahrens, unterstützen bei der Öffentlichkeits- und Behördenbeteiligung, erstellen Textentwürfe für Bekanntmachungen und Sitzungsvorlagen und werten die Stellungnahmen aus. Der Projektzeitraum erstreckt sich von April 2024 bis Dezember 2024.

Transformation 1.535° ERZ

Transformation 1.535° ERZ

Lichtdesign für das neue Erlebniszentrum Kunstguss Lauchhammer

Wir freuen uns, bekannt geben zu können, dass wir ausgewählt wurden, dem Expertenteam beizutreten, das an dem ehrgeizigen Projekt „Transformation 1.535°“ in Lauchhammer, Brandenburg, Deutschland, arbeitet. Dieses umfangreiche Projekt erstreckt sich über zwei Standorte: „ERZ„ (ORE) mit Kunstgussmuseum, Kunstgießerei und Friedenskirche in Lauchhammer-Ost (13,8 ha) und KOHLE“ (COAL) mit Biotürmen, Belebtschlammbecken und Reliquienpark in Lauchhammer-West (32,2 ha).

Unser Beitrag im Planungs- und Entwicklungsteam ist die Erstellung und Ausführung der Beleuchtungskonzepte für den öffentlichen Raum, den Landschaftsbau, das Kunstgussmuseum, das neu entstehende „Bildungs- und Erlebniszentrum für Kunstguss und Industriekultur“ und die berühmten denkmalgeschützten Biotürme (siehe Bild).

Das Projekt „Transformation 1.535°“ ist eine der ehrgeizigsten Kultur- und Tourismusinitiativen in Deutschland, wenn nicht sogar in Europa. Sein Ziel ist es, die Überreste der ostdeutschen Kohleindustriegeschichte in ein lebendiges Zentrum für Kunst, Bildung und Tourismus zu verwandeln.

Ein wichtiger Teil dieses Projekts ist der Ausbau des Kunstgussmuseums Lauchhammer zu einem „Bildungs- und Erlebniszentrum für Kunstguss und Industriekultur“. Dieses Zentrum wird das reiche industrielle Erbe der Region würdigen und gleichzeitig moderne Bildungs- und Kulturerlebnisse fördern.

Die Biotürme, ein einzigartiges und beeindruckendes Beispiel ostdeutscher Industriekultur, stehen im Mittelpunkt dieser Umgestaltung.

Diese Bauwerke, die einst von der industriellen Leistungsfähigkeit der Region zeugten, werden durch Ausstellungen, Informationsprogramme und innovative Beleuchtungskonzepte zu neuem Leben erweckt, damit sie auch für künftige Generationen erhalten bleiben und geschätzt werden.

Wir freuen uns, einen Beitrag zu diesem epochalen Projekt leisten zu können und mit unserer Expertise in der kommunikativen und ästhetischen Kraft architektonischer Lichtplanung zu dessen nachhaltigem und ganzheitlichem Erfolg beizutragen.Bleiben Sie dran für weitere Updates zu dieser spannenden Reise!

Transformation 1.535° KOHLE

20.08.2024

Transformation 1.535° KOHLE

Lichtdesign für das neue Erlebniszentrum Kunstguss Lauchhammer

Wir freuen uns, bekannt geben zu können, dass wir ausgewählt wurden, dem Expertenteam beizutreten, das an dem ehrgeizigen Projekt „Transformation 1.535°“ in Lauchhammer, Brandenburg, Deutschland, arbeitet. Dieses umfangreiche Projekt erstreckt sich über zwei Standorte: „ERZ„ (ORE) mit Kunstgussmuseum, Kunstgießerei und Friedenskirche in Lauchhammer-Ost (13,8 ha) und KOHLE“ (COAL) mit Biotürmen, Belebtschlammbecken und Reliquienpark in Lauchhammer-West (32,2 ha).

Unser Beitrag im Planungs- und Entwicklungsteam ist die Erstellung und Ausführung der Beleuchtungskonzepte für den öffentlichen Raum, den Landschaftsbau, das Kunstgussmuseum, das neu entstehende „Bildungs- und Erlebniszentrum für Kunstguss und Industriekultur“ und die berühmten denkmalgeschützten Biotürme (siehe Bild).

Das Projekt „Transformation 1.535°“ ist eine der ehrgeizigsten Kultur- und Tourismusinitiativen in Deutschland, wenn nicht sogar in Europa. Sein Ziel ist es, die Überreste der ostdeutschen Kohleindustriegeschichte in ein lebendiges Zentrum für Kunst, Bildung und Tourismus zu verwandeln.

Ein wichtiger Teil dieses Projekts ist der Ausbau des Kunstgussmuseums Lauchhammer zu einem „Bildungs- und Erlebniszentrum für Kunstguss und Industriekultur“. Dieses Zentrum wird das reiche industrielle Erbe der Region würdigen und gleichzeitig moderne Bildungs- und Kulturerlebnisse fördern.

Die Biotürme, ein einzigartiges und beeindruckendes Beispiel ostdeutscher Industriekultur, stehen im Mittelpunkt dieser Umgestaltung.

Diese Bauwerke, die einst von der industriellen Leistungsfähigkeit der Region zeugten, werden durch Ausstellungen, Informationsprogramme und innovative Beleuchtungskonzepte zu neuem Leben erweckt, damit sie auch für künftige Generationen erhalten bleiben und geschätzt werden.

Wir freuen uns, einen Beitrag zu diesem epochalen Projekt leisten zu können und mit unserer Expertise in der kommunikativen und ästhetischen Kraft architektonischer Lichtplanung zu dessen nachhaltigem und ganzheitlichem Erfolg beizutragen.Bleiben Sie dran für weitere Updates zu dieser spannenden Reise!

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Informationsskulptur – Erinnerungsort für Jesse Owens am Berliner Olympiastadion

Informationsskulptur Jesse Owens

Erinnerungsort am Berliner Olympiastadion

Ruairí O’Brien entwickelte das Konzept für einen Erinnerungsort vor dem Olympiastadion Berlin, der dem US-amerikanischen Leichtathleten James Cleveland „Jesse“ Owens gewidmet ist. Owens wurde bei den Olympischen Spielen 1936 in Berlin mit vier Goldmedaillen in den Disziplinen 100 Meter, Weitsprung, 200 Meter und 4 × 100 Meter zum erfolgreichsten Athleten der Spiele. Sein Triumph widerlegte auf eindrucksvolle Weise die rassistische Ideologie des Nationalsozialismus.

Die Erinnerungsskulptur verbindet Architektur, Licht, Geschichte und Bewegung zu einem räumlichen Erlebnis. Eine transparente Struktur vor dem Stadion nimmt die 100-Meter-Strecke als erzählerische Linie auf. Spiegelnde und optische Elemente lenken das Sonnenlicht am Tag und erzeugen in der Nacht eine präzise Lichtzeichnung, die Owens’ Lauf, seine Geschwindigkeit und den Moment des Sieges erfahrbar macht.

So entsteht ein Ort zwischen Gedenken, Wahrnehmung und körperlicher Erfahrung: Die Besucherinnen und Besucher sehen nicht nur eine Skulptur, sondern bewegen sich entlang einer Geschichte. Licht, Reflexion, Maßstab und Rhythmus machen Schnelligkeit und Zeit sichtbar — und laden ein zum Sehen, Denken, Lesen, Lernen, Fragen und Verweilen.

Tharandt

Tharandt

Das Haus der Nachhaltigkeit ist eine Architekturstudie als Ergebnis eines mehrstufigen partizipativen Planungsprozesses zur zukünftigen Nutzung / Bebauung eines zentralen Areals im Zentrum der Forststadt Tharandt.

Auf dieser Fläche befand sich in der Vergangenheit das Deutsche Haus (Gaststädte, Kultursaal, Kino). Mit dem Abriss des ehemaligen Hotels und Gasthauses Deutsches Haus im Jahre 2014 entstand eine zentrale innerstädtische Brach- bzw. Leer-Fläche. Der hier vorliegende Entwurf (Baumhaus / Haus der Nachhaltigkeit) ist Ergebnis einer Machbarkeitsstudie zur Quartiersentwicklung des zentralen innerstädtischen Standorts in der Forststadt Tharandt aus dem Jahr 2014.

Der Entwurf Haus der Nachhaltigkeit für Tharandt spiegelt den Genius Loci der Forststadt Tharandt wider, bringt moderne Hi-Tec und ursprüngliche Natur zusammen und schafft im Dialog mit der traditionellen Architektur der Umgebung (Kirche, Burg, Rathaus) eine Symbiose von Stadt und Naturlandschaft. Die Glasfassade schafft Transparenz und zieht die Blicke und die Aufmerksamkeit in den Innenraum. Dort befindet sich ein großer Raum für Bäume und Pflanzen, die in unseren klimatischen Verhältnissen besonderen Schutz benötigen oder ein eigenes Klima. Damit schafft das Bauwerk auch eine Klammer zum Forstbotanischen Garten, der sich mit dem Baum-Haus / Haus der Nachhaltigkeit um Pflanzen und Gewächse aus anderen Breitengraden der Erde erweitern lässt.