Farb- und Lichtkonzept Villa Regerstraße

Farb- und Lichtkonzept Villa Regerstraße

Psychotherapie Institut für Kinder und Jugendliche

Deutsche Gesellschaft für Verhaltenstherapie in Sachsen, Deutschland. Institut für Kinder und Jugendliche in Dresden (2021-2022)

Der neue Standort des Instituts ist eine frisch renovierte, denkmalgeschützte Villa in Dresden-Blasewitz, Deutschland.

Licht, Farbe und Materialwahl spielen eine wichtige Rolle, um die richtige Atmosphäre für alle Altersgruppen und die verschiedenen Szenarien von Diskussionen, Präsentationen und Treffen zu schaffen, die im Institut stattfinden. Als Verantwortliche für die Innenraumgestaltung war es für uns von größter Bedeutung, die Schwere des alten, charaktervollen Gebäudes durch helle, freundliche, ansprechende und sogar zum Nachdenken anregende Innenräume auszugleichen. Die Wahl und der Einsatz verschiedener Farben, Beleuchtungskörper, Spiegel, Materialien und dekorativer Elemente, die Geschichten erzählen, verleihen dem Empfang, den Büroräumen und den Therapieräumen eine eigene Identität. Das beeindruckende Treppenhaus wird als besonderer Raum gefeiert, der die Etagen miteinander verbindet. Das dunkle Untergeschoss bedurfte besonderer Aufmerksamkeit, um es für Seminare und Ausbildungszwecke nutzen zu können. Am Psychotherapeutischen Institut in Dresden werden Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten und Psychologische Psychotherapeuten mit starkem Praxisbezug ausgebildet. Darüber hinaus werden in der Institutsambulanz ambulante psychotherapeutische Behandlungen angeboten.

Anforderungen an die jetzige Nutzung sind folgende:

  • Arbeiten Büro / Verwaltung
  • Behandlung Patienten / Therapieräume
  • Ausbildung / Seminarräume
  • Flexible Nutzungen – Anpassung / Wechsel zwischen Seminar- und Gruppentherapeutischen Nutzungen

Fotos: Peter Fischer

micromuseum Architektur, Dresden

micromuseum Architektur, Dresden

Ausstellung zum Deutschen Architektentag im Deutschen Hygienemuseum Dresden

Zum Deutschen Architektentag 2011 in Dresden präsentierte die Architektenkammer Sachsen die Ausstellungsinstallation „micromuseum architektur“ von Ruairí O’Brien als Teil des von der AKS zum DAT 2011 gestalteten Rahmenprogramms und Element des vielfältigen Engagements der AKS anlässlich ihrer Gründung vor 20 Jahren.
Das Objekt besteht aus variabel miteinander kombinierbaren Grundmodulen, Borden und Verbindungselementen. Mit einer minimalen Anzahl dieser modularen Bauteile kann die Ausstellungsinstallation in 4 verschiedenen Szenarien flexibel aufgebaut und nach Bedarf mit unterschiedlichen Informationsmaterialien zum Anschauen und Anfassen bestückt werden. Die Ausstellungsinstallation verkörpert allgegenwärtige Grundprinzipien in der Architektur: den Dialog zwischen dem Horizontalen und dem Vertikalen, zwischen Innen und Außen, zwischen Raumbegrenzung und Leerraum, zwischen Fläche und Körper.

Auftraggeber: Architektenkammer Sachsen, 2011

Ausführung: Deutsche Werkstätten Hellerau

Gedenkstätte Ehrenhain Zeithain

Gedenkstätte Ehrenhain Zeithain

Konzept und Realisierung der Dauerausstellung

Architektur, Ausstellung, Beleuchtung

Mit dem wörtlichen Einpflanzen eines neuen architektonisch-thematischen Herzens, der „Begehbaren Vitrine“ als mikro-architektonischer Implantation in der aus dem ehemaligen Kriegsgefangenenlager Zeithain erhalten gebliebenen historischen RAD-Baracke, gelingt der Brückenschlag zwischen (baulicher) Vergangenheit und Gegenwart.
Dieser Glasbau, ein mikroklimatisches schallgeschütztes Objekt, thematisiert nicht nur die Zeit, sondern auch den Raum auf besondere Weise und schafft als Zeitkapsel an einem Ort mit besonderer auratischer Wirkung eine bewusste Irritation, die den Besucher für die Ausstellungsthematik sensibilisiert. Im Dokumentenhaus hat der Besucher die Möglichkeit, selbsttätig die angebotenen Themenschwerpunkte in den bedienbaren mikroarchitektonischen Informations-skulpturen, die in der gleichen Ausstellungssprache ausgeführt sind, zu bearbeiten, wobei immer wieder neue Sichtachsen geboten und mit Licht/ Spiegeln ein intensiver Bezug zum inhaltlichen Stoff geschaffen wird.

KZ Sachsenburg

The Glass House

Wettbewerb Kommandantenvilla KZ Sachsenburg

2021 haben wir uns mit diesem Beitrag am Wettbewerb zur Umgestaltung der „Kommandantenvilla“ in der Gedenkstätte KZ Sachsenburg beteiligt.

Kurzkonzept / Erläuterung

Die Häftlinge des Lagers wurden zu Beginn des Tages auf den zentralen Hof, den Appellplatz,  gebracht. Von dort hatten die Häftlinge einen freien Blick auf das Kommandantenhaus, wo der Kommandant mit seiner Familie wohnte. Und der Kommandant hatte von seinem Haus aus einen Blick auf die Häftlinge, die auf dem Hof antreten mussten.  In den Nachkriegsjahren wurde diese Sichtverbindung durch den Bau einer weiteren Garage zwischen dem Kommandantenhaus und dem Platz versperrt. In unserem Beitrag haben wir zwei Vorschläge gemacht.

1.     Die Installation einer Plakatwand mit dem Bild des Kommandantenhauses stellt die visuelle Verbindung zwischen dem Haus und dem Platz wieder her.

2.     Die Initiatoren des Wettbewerbs gaben an, dass das Haus der Kommandantur bis zur Höhe des Sockels abgerissen und der Keller des Hauses aufgefüllt werden sollte. Unser Vorschlag war, das Kommandantenhaus durch ein Glashaus zu ersetzen, das die Form und das Volumen des Originals widerspiegelt. Dieses Glashaus sollte für den Anbau von Pflanzen, Obst und Gemüse genutzt werden und als Begegnungs-, Lern- und Aktivitätsraum für die Jugend dienen können.

Wettbewerbsbeitrag gemeinsam mit Susan Donath


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Gartenpost Bad Mukau

Gartenpost Bad Mukau

Ausstellung Fürst Pückler in England, Bad Muskau

Modulares Ausstellungssystem als mikroarchitektonische Implantation zur Belebung historischen Bestandes

Unser modulares Ausstellungssystem bietet dem Besucher die Möglichkeit, den kreativen und pragmatischen Entstehungsprozess des einzigartigen Muskauer Parkes anhand der Korrespondenz zwischen dem Fürsten Hermann von Pückler während seiner England-/ Irlandreise 1826-28 und der Fürstin Lucie, zu entdecken.
Organisches Wachsen als zentrales Element in der Gartenkunst wie das damit verbunden Fragmentarische, die Perfektion und Imperfektion, das Lebendige als ein fortwährender Prozess von Veränderung und Entwicklung sind universelle Themen, die in dieser Ausstellungsskulptur Ausdruck finden. In einzigartiger räumlich-autarker Qualität verdichtet das modulare Objekt aus Ahornholz die einzelnen Themenbereiche: die drei Protagonisten Fürst Pückler, seine Frau Lucie und Rehder, der Gärtner kommen zu Wort; der Garten selbst sowie die geplanten Gebäude.

Anhand eines Farbkonzeptes findet der Besucher inhaltliche Orientierung und kann je nach eigenem Interesse in die Themen eintauchen. Auf visueller wie inhaltlicher Ebene wird er von dem Objekt, das im Dialog mit dem umgebenden Innen- und Außenraum steht, gleichermaßen von außen nach innen gezogen. Der kreative Schaffensprozess in Entwurf und Struktur der mikroarchitektonischen Implantation in das Neue Schloss, vereint mit dem kreativen Entstehungsprozess der einzigartigen gartenkünstlerischen Gestaltung Pücklers in Muskau, das heute zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört, bildet für den Besucher ein singuläres gesamtkünstlerisches Ausstellungserlebnis. Im Zusammenspiel von Architektur und Ausstellungsthema wird das organische Wachsen einer Idee, des Landschaftsgartens, nachvollziehbar.

Wettbewerb: 1. Platz

Leistungen: Planung HOAI Lph. 1-9, Ausstellungsgestaltung u. -grafik

Auftraggeber: Stiftung Fürst-Pückler-Park Bad Muskau Neues Schloss, Fürst-Pückler-Park Bad Muskau 2005

AMD Dresden, Konzept für Licht und Farbe

AMD Dresden

Konzept für Licht und Farbe

Für die neuen Räumlichkeiten Dresdner Niederlassung von AMD.
Am Dresdner Standort werden 5G Antennen entwickelt.

Die Planung umfasste Labor- und Entwicklungsräume genauso wie Büros und Social Areas, sowie einen Work-Café Bereich.
Lichtkonzept für moderne Arbeitswelten von heute, zugeschnitten auf die individuellen Anforderungen der einzelnen Bereiche.
Kombination von normgerechter Beleuchtung gem. Anforderungen der DIN und ASR und dezent gestalteter Beleuchtung, die für das Wohlfühlen am Arbeitsort.
Die Anforderungen waren Licht für flexible Nutzungen (Work-Café – Meetings am Tage, Gruppenarbeiten und feierliche Zusammentreffen in der Firma, das aber einfach zu steuern ist).
Unser Ziel war dem Arbeitsplatz unterschiedliche Anforderungen, an dem man sich gern aufhält und ideale Arbeitsbedingungen, bietet.

Erich Kästner Museum Dresden

Erich Kästner Museum Dresden

Museums-/ Ausstellungsarchitektur, Farbkonzept, Raumprogramm, Umbau des Gebäudes Museums-, Veranstaltungs- und Verwaltungsbereiche

Das von Ruairí O’Brien entwickelte micromuseum®, ein modernes Stück Architektur, Kunstwerk und interaktives Arbeitsinstrumentarium, spiegelt die vielfältige Persönlichkeit und Arbeit des weltberühmten Kinderbuchautors, Lyrikers, Medienmannes und Journalisten Erich Kästner wieder.

Das behutsame Einsetzen eines neuen „Herzens“ in die denkmalgeschützte Villa Augustin am Albertplatz, in das ehemalige Wohnhaus von Kästners Onkel, mittels einer mikroarchitektonischen Implantation eines Hauses ins Haus -bestehend aus einem Multimediakern und 13 mobilen lebensgroßen Informationsmodulen- schafft einen lebendigen Brückenschlag zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft sowie allen Generationen. Durch das Untersuchen und Bedienen der lebensgroßen Bausteine wie der multimedialen Komponenten eröffnet sich für den Besucher der Zugang zu den Ausstellungsinhalten und gewährt Einblicke in die komplexe Erich Kästner-Welt. In die er auf selbstgesteuerter Route und in selbstbestimmtem Tempo Einblicke gewinnen kann.

Leistungen: Museumskonzeption, Planung HOAI Lph.1-9, Ausstellungsgestaltung u. -grafik
Auftraggeber: Förderverein für das Erich Kästner Museum Dresden


Die interaktive Entdeckungsreise

In der Dresdner Neustadt, wo Erich Kästner von 1899 bis 1917 lebte, wurde das Konzept einer „begehbaren Schatztruhe“ von Ruairi O’Brien inszeniert. Während das herkömmliche Museum seine Gäste meist nur zur Betrachtung einlädt, muss der Besucher des interaktiven micromuseums selbst aktiv werden.
Betritt der Besucher das Museum in der Antonstr. 1, steht er unmittelbar vor einem eleganten zwei Meter hohen, drei Meter langen und 1,2 Meter breiten Objekt. Dieses Objekt ist das Museum selbst, ist ein Kunstwerk an sich, das der Besucher untersuchen und bedienen muss, um an die darin enthaltenen Informationen zu gelangen. Bausteinartig können ein Dutzend Einzelteile herausgelöst werden, deren Innenteile sich als gut bestückte Bücherregale, aufziehbare Schubladen und Ausstellungsvitrinen für Fotografien und persönliche Gegenstände entpuppen. In der Raummitte ist ein begehbarer Kern installiert, eine Art multimediale Zeitmaschine. In dem Kern findet der Kästner-Forscher neben Büchern und anderen Originalobjekten vor allem Audio- und Videotechnik sowie eine Arbeitsstation, mittels derer auch aktuellste Informationen zu Erich Kästner mehrsprachig abrufbar sind.
Durch architektonische Arbeit veranschaulicht und vereint Ruairi O’Brien mehrere Realräume aus Kästners Leben in einem Ort. Der Einsatz des Virtualraumes erzielt bei gleichzeitigem ökologischem Gewinn durch Bewegungsersparnis größtmögliche Publikumswirksamkeit.


Das architektonische Konzept

Durch die ressourcensparende, mikroarchitektonische Implantation wurde durch das Museumskonzept von Ruairi O’Brien nicht nur authentische alte Bausubstanz, sondern zugleich ein wichtiges städtebauliches Areal inmitten der Dresdner Neustadt neu belebt und erstmals der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.
Diese lebendige Denkmalpflege erfüllt den Anspruch, Historisches zu bewahren und in die Gegenwart und Zukunft zu transportieren, indem sie die vorhandene Identität (alter Baukörper) zur Entfaltung bringt und in Einklang mit dem Neuen (aktueller Inhalt und Funktionalität) setzt.
Der einzelne Besucher ist dazu eingeladen, ganz nach Lust und Laune und individuellem Tempo die lebensgroßen Museumsbausteine zu entdecken und „dahinter zu schauen“, sich in einzelne Objekte zu vertiefen. Jeder dieser Bausteine ist ein selbständiges Objekt, das gemeinsam mit den übrigen Elementen wiederum ein autarkes Ganzes bildet.

Lichtererzähler – Gedenkareal Dresdner Norden

Lichterzähler

Kunst – Architektur – Lichtkonzept für das Gedenkareal Dresdner Norden – Wettbewerbsbeitrag

Das Konzept LICHTERZÄHLER ist Ausdruck einer immersiven Erinnerungskultur. Die in unterschiedlichen Höhen, Dimensionen und Winkeln ausführbaren Licht-/Schatten-Skulpturen verschränken historische Vergangenheit mit sinnlicher Gegenwart, markieren Beziehungsinterdependenzen zwischen den Erinnerungsorten und involvieren Besucher:innen auf unmittelbare, niedrigschwellige Weise durch Interaktion mit Solargeometrie.

Die städtebauliche Dimensionierung nimmt die Bedeutung des Themas und den Maßstab des Areals/des jeweiligen Ortes auf. Die ästhetische Sprache drückt die existentielle Härte und Wucht der geschichtlichen Ereignisse aus, macht Täter-Haltung und Opfer-Empfinden spürbar. Die Lichterzähler-Objekte bilden ein Dach, sind flexible Ankerpunkte, schaffen mikroklimatische, sinnlich und kognitiv anregende Räume für vielfältige individuelle und gemeinschaftliche, für analoge, mediale und digitale Interventionen, Reflexionen und Aktivitäten.

Vielfältige Lichtlenkungs- und steuerungsvarianten sind über einen Licht-Schatten-Plan mit narrativer Dramaturgie spielbar.

Ausstellung TME, Washington D.C.

Ausstellung TME, Washington D.C.

Travelling Micromuseum Exhibition des Erich Kästner Museums

Am 29. Oktober 2014 wurde die Travelling Micromusem Exhibition (TME) zu Ehren des berühmten deutschen Schriftstellers Erich Kästner in Washington D. C. in der Deutschen Botschaft (1962 von Egon Eiermann entworfen) eröffnet. In den Jahren zwischen 1962 und 1964 wurde das Botschaftsgebäude nach einem Entwurf von Egon Eiermann gebaut. Es handelt sich um den einzigen Bau dieses Architekten außerhalb von Deutschland. 2010 bis 2014 wurde es renoviert. Erdacht und erschaffen hat die mobile Ausstellung, welche in den kommenden sechs Monaten noch in weiteren Städten der USA gezeigt wird, der Architekt und Lichtplaner Ruairi O’Brien. Dieser ist auch Präsident des Erich Kästner Museums in Dresden.
Das Ziel des Konzepts von O’Brien ist es, die wichtigen Lebensabschnitte des Autors, der besonders durch seine Kinderbücher weltbekannt wurde, zu präsentieren. Die einzelnen Abteilungen des Micromuseums spiegeln dabei die Stationen in Kästners Leben wieder, seine vier großen Wirkungsorte Dresden, Leipzig, Berlin und München.
Kästner zeichnet in vielen seiner Bücher Portraits des Großstadtlebens. Besonders inspirierend ist dies für Architekten und Städteplaner, denn die Darstellungen einer Stadt wie Berlin in den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts, welche Kästner in Werken wie „Emil und die Detektive“ oder „Fabian“ beschreibt, sind wie eine Art Blaupause von Städten, die nicht mehr existieren. Auch in seiner Autobiografie „Als ich ein kleiner Junge war“ kommt dieses Element vor. Hier beschreibt Kästner Dresden vor der Bombardierung am 13. Februar 1945 und zeigt damit eindrucksvoll, dass manche Aspekte einer Stadt nach ihrer Zerstörung unwiederbringlich verloren sind. Ein solches Buch ist eine Erinnerung daran, dass Krieg vieles unwiederbringlich zerstört.

SKD Museumslabor

SKD Museumslabor

Interaktives Museumsprojekt für die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden

Um für Schüler unterschiedlicher Altersstufen aktiv erfahrbar zu machen, wie eine Museumssammlung entsteht, entwickelte der Architekt Ruairí O’Brien anlässlich des 450. Jubiläums der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden im Jahr 2010 für Schülerinnen und Schüler das „Museumslabor“ als außerschulisches Lernangebot.

Außerschulische Lernorte ergänzen und erweitern den primären Unterricht in der Schule bereits seit Beginn der reformpädagogischen Bewegungen. Museen stellen als wichtige Vermittler kultureller Bildung besondere außerschulische Lernorte dar. Um für Schüler unterschiedlicher Altersstufen aktiv erfahrbar zu machen, wie eine Museumssammlung entsteht, entwickelte Ruairí O’Brien anlässlich des 450. Jubiläums der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden im Jahr 2010 für Schülerinnen und Schüler das „Museumslabor“ als außerschulisches Lernangebot.

Der Mittelpunkt: eine interaktive Skulptur

Den Mittelpunkt dieser besonderen Lernumgebung bildet dabei eine von O’Brien konzipierte interaktive Skulptur, die als experimentelle Sammlungs- und Präsentationsfläche diente. In fünf aufeinander aufbauenden Workshops setzten sich verschiedene Schülergruppen nacheinander mit den Themen „Schöpfung“, „Verlangen“, „Wissbegierde“, „Konfrontation“ und „Ausstrahlung“ auseinander und arbeiteten so spielerisch-prozesshaft, in komprimierter Form, die Entwicklungsstufen einer musealen Sammlung durch.

Im Kleinen Großes lernen

Jede Gruppe setzte sich zunächst mit den Arbeitsergebnissen der Vorgängergruppe auseinander und bearbeitete sie anschließend weiter. Die Schülerinnen und Schüler erlebten „im Zeitraffer“, was es bedeutet, über mehrere Generationen hinweg ein Gesamtwerk zu schaffen und verantwortlich mit kulturellem Erbe umzugehen. Dadurch erhielten sie einen spielerischen Einstieg in die Institution Museum und reflektierten über die Rolle und Bedeutung, die Museen für sie selbst und für die Gesellschaft haben.

Weitere Infos unter: www.skd-museumslabor.blogspot.de